Tesla Gebrauchtwagen sorgen für Verdruss

Tesla Gebrauchtwagen sorgen für Verdruss

Glauben wir den Zukunftsvisionen der Automobilindustrie, dann sitzen wir bald alle im autark steuernden Elektroauto und dösen auf dem Weg zur Arbeit noch ein wenig oder checken unsere Mails. Außer es liegt beispielsweise ein Tesla Gebrauchtwagen Leasing vor. Denn dann könnte es sein, dass unser Auto-Pilot einfach in den Sack haut und verschwindet. So geschehen bei einem wenig erfreuten US-Autofahrer, der einen Tesla Model S aus zweiter Hand von einem Gebrauchtwagenhändler erworben hatte.

Nach kurzer Zeit wurden die Funktionen des erweiterten Auto-Piloten sowie die „Full Self-Driving“ Funktion (Funktion für voll autonomes Fahren) einfach aus der Ferne abgestellt. Die Begründung von Tesla: Für diesen Service habe der neue Besitzer nie gezahlt. 8.000 Dollar würden dieses Problem jedoch aus der Welt schaffen. Zumindest bei Neuanschaffung der entsprechenden Rechte. Sollte man aber den Kauf dieser Rechte vom Vorbesitzer nachweisen können, könnte es auch ( je nach dem, was man zwischen einander vereinbart) billiger werden.

Einfach vor vollendete Tatsachen gestellt

Grundsätzlich ist es ja verständlich, dass Tesla seine Automobile und seine Auto-Pilot Services getrennt vermarktet. Was im vorliegenden Fall jedoch bekannt ist: Der Service wurde erst abgestellt, nachdem der neuer Besitzer das Auto aus zweiter Hand erworben hatte. Beim Gebrauchtwagenhändler, der über diesen Vorgang selbst wohl auch verblüfft war, lief es hingegen noch. Und der besagte Gebrauchtwagenhändler hatte das Auto bei Tesla selbst ersteigert! Und zwar im Rahmen einer Auktion von Rückläufern – abgewickelt von Tesla selbst.

Somit hat Tesla selber Autos auf den Zweitmarkt geschmissen und die Services für diese nach wie vor bereitgestellt. Nur um neue Besitzer dann überraschend vor vollendete Tatsachen zu stellen. Insbesondere wenn man davon ausgeht, dass der vermeintlich intakte Auto-Pilot für Käufer ein Kaufgrund gewesen sein könnte. Zumal Tesla somit technisch gesehen ja selber der Vorbesitzer ist, an den man sich ja angeblich richten könne, um dessen Lizenz zu erwerben. Sprich: Da kann man sich preislich dann so bei vermutlich 8.000 Dollar treffen.