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Kryptowährungen endlich von Regulierungsbehörde Bafin anerkannt

Kryptowährungen endlich von Regulierungsbehörde Bafin anerkannt

Kryptowährungen werden nun auch von der Regulierungsbehörde BaFin als Finanzinstrumente anerkannt. Unternehmen, die mit den digitalen Währungen handeln, benötigen daher eine Lizenz.


Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die in Deutschland die Banken reguliert, hat eine neue Richtlinie veröffentlicht, die vorsieht, dass auch Kryptowährungen wie Bitcoin, und Ethereum schon bald wie andere Finanzinstrumente behandelt werden. Die Regulierungsbehörde reagiert damit rund elf Jahre nach der Veröffentlichung des Bitcoin auf die steigende Nutzung von Kryptowährungen, mit denen inzwischen Milliarden bewegt werden.

Unter dem Namen „Hinweise zum Tatbestand des Kryptoverwahrgeschäfts“ schreibt die Richtlinie unter anderem vor, wie Kryptowerten verwaltet und gesichert werden müssen und welche Unterschiede es in deren Regulierung im Vergleich zu anderen Finanzinstrumenten gibt.

Richtlinien der Financial Action Task Force (FATF)

Laut der Veröffentlichung der BaFin erfüllen die neuen Vorschriften die Richtlinien der Financial Action Task Force (FATF), eine supranationale Organisation gegen Geldwäsche. Neben Deutschland hat auch Australien kürzlich eine Regulierung von Kryptowährungen nach den Richtlinien der FATF eingeführt, die vorsieht, dass Kryptowährungen als Investitionsvehikel zur Absicherung von Kreditgeschäften genutzt werden können.

Lizenzierung bis Ende November 2020 nötig

Unternehmen, die mit Kryptowährungen handeln müssen aufgrund der neuen Krypto-Richtlinien der Bafin eine Lizenz bei der Regulierungsbehörde beantragen. Derzeit ohne Lizenz agierende Verwaltungsplattformen dürfen ihre Geschäfte zwar fortsetzen, müssen aber bis zum Ende November 2020 eine Lizenz erhalten, um auch nach der Übergangsfrist noch legal in Deutschland tätig bleiben zu können. Die Frist zur Einreichung der Bewerbungsunterlagen endet bereits Ende März.