Dieselaffäre – Audi ließ Daten verschwinden

Dieselaffäre – Audi ließ Daten verschwinden

Denkt man an den Dieselskandal, dann bringt man diesen allem voran mit VW in Verbindung. Doch wie es nun scheint, hat auch die VW-Schwester, Audi, nicht minder Dreck am Stecken. Laut Informationen des Business Insider ist die Anwaltskanzlei Jones Day, die in dieser Angelegenheit untersucht, nun dabei, sich auf Audi einzuschießen. Audi wird vorgeworfen, massenhaft Daten zu eigenen Dieselfahrzeugen verschwinden lassen zu haben. So soll auch dort, beim Schwester Konzern von VW, große Panik geherrscht haben, als der Dieselskandal 2015 ans Licht kam.


Konkret wird Audi vorgeworfen, Dateien mit professioneller Software gelöscht zu haben, um eigenes Verschulden in dieser Angelegenheit zu verschleiern. Ferner soll eine nicht mehr zu bestimmende Menge an Papierunterlagen vernichtet worden sein. Ein Sprecher von Audi sagte dazu: „Die Vorwürfe sind bekannt und sie sind hinreichend untersucht.“ Es wurde außerdem darauf verwiesen, dass sie Gegenstand staatsanwaltlicher Ermittlungsverfahren seien, zu welchen sich Audi in Gestalt des Sprechers nicht äußern wollte. Ein vielsagendes Schweigen.

Eigene Mitarbeiter belasten Audi

Pikanterweise sind es laut Jones Day Mitarbeiter aus Ingolstadt selbst, die den Konzern nun belasten. Von eben dort habe man Hinweise auf das panische Löschen von Daten erhalten, welches sich 2015, unmittelbar im Zuge des Dieselskandals, vollzogen hatte. Neben VW und Audi sind auch Porsche und Daimler vom Dieselskandal betroffen. Mit erheblichen Nachwirkungen. Denn insbesondere empörte Verbraucher, die Autos unter falschen Vorzeichen erstanden haben und eingedenk immer rigiderer Fahrverbote benachteiligt sind, fordern nach wie vor ihr Geld zurück.

Durchaus mit Erfolg. So schalten derzeit munter Anwälte im Netz ihre Anzeigen, um betroffenen Kunden zu ihrem Recht zu verhelfen. Eine Audi Finanzierung der anderen Art, bei der dann der Hersteller ggf. in die Tasche greifen muss. Die Verluste für die reuigen Autobauer gehen bereits deutlich in die Milliarden. Allein Ende Januar kam heraus, dass Daimler weitere 1,5 Milliarden beschaffen musste, um gerichtliche Verbindlichkeiten zu bedienen.