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Zukunft der Vorpommerschen Landesbühne gesichert – Nordkurier

Die Tinte unter dem „Theaterpakt“ sollte mittlerweile getrocknet sein. Am Dienstagnachmittag unterschrieben Vertreter der Landkreise und Gemeinden, in denen die Vorpommersche Landesbühne Theater spielt, und die Geschäftsführer der Vorpommerschen Landesbühne Anna Engel und Andreas Flick den lang herbeigesehnten Kooperationsvertrag im Anklamer Theater, das somit endlich auch ganz offiziell Teil des Theaterpakts Mecklenburg-Vorpommerns ist.
Darin ist festgeschrieben, dass die Vorpommersche Landesbühne, deren Träger die Vorpommersche Kulturfabrik e.V. ist, sich verpflichtet, ein Theaterangebot in Vorpommern auf bekannt hohem Niveau zu erhalten. Neben dem Hauptstandort in der Hansestadt Anklam sind auch die ganzjährigen Spielstätten in der Blechbüchse in Zinnowitz und in der Stadt Barth Teil des Kulturangebots. Die Landesbühne bespielt in regulären Spielzeiten außerdem im Sommer das Theaterzelt „Chapeau Rouge“ in der Gemeinde Heringsdorf und die Open-Air-Bühne in der Herzogstadt Wolgast. Hinzu kommen die weit über die Grenzen Vorpommerns beliebten Vineta-Festspiele, die seit 25 Jahren ebenfalls in den Sommermonaten in Zinnowitz gespielt werden.
Mit all diesen Angeboten erwirtschaftet die Vorpommersche Landesbühne selbst durch Kartenverkäufe etwa 800 000 im Jahr. In den vergangenen beiden Jahren stellte sich dies, coronabedingt, allerdings anders dar. Dennoch bringt das Theater damit im Bundesvergleich überdurchschnittlich hohe Eigenleistungen auf.
Im Theaterpakt ist nun erstmalig die Finanzierung des kulturellen Schaffens der Vorpommerschen Landesbühne bis ins Jahr 2028 durch das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Landkreise und die Kommunen längerfristig gesichert. Wobei sich das Land an den Haushaltsmitteln des Theaters mit mindestens 1,55 Millionen Euro beteiligt.
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald ist mit Zuwendungen in Höhe von 395.300 Euro, die Hansestadt Anklam mit 185.000 Euro dabei. Hinzu kommen 160.000 Euro aus der Stadt Barth, die Gemeinde Ostseebad Zinnowitz ist mit 150.000 Euro beteiligt, die Stadt Wolgast mit 55.000 Euro, das Ostseebad Heringsdorf mit 50.000 Euro und der Landkreis Vorpommern-Rügen mit 20.000 Euro. Damit sei der laufende Theaterbetrieb gesichert, heißt es in einer Mitteilung des Theaters, und somit auch ein vielfältiges kulturelles Angebot für alle Altersgruppen in der Region.
„Die Vorpommersche Landesbühne mit ihren Theatern und Außenspielorten ist fester Bestandteil unserer Kulturlandschaft und liegt uns sehr am Herzen“, machte Dietger Wille, zweiter Stellvertreter des Landrates und Finanzdezernent, deutlich. „Wir haben uns gemeinsam mit den Theaterschaffenden und den gastgebenden Gemeinden rund zwei Jahre lang dafür eingesetzt, dass die heutige Einigung zustande kommt“, sagte er weiter.
Auch Andreas Flick, kaufmännischer Geschäftsführer des Theaters, zeigte sich mehr als zufrieden über die Vertragsunterzeichnung: „Der nun geschlossene Kooperationsvertrag mit all seinen Beteiligten zeigt, dass die Arbeit der Landesbühne in der Region Vorpommern nicht wegzudenken ist. Dies ist ein Zeichen der Wertschätzung aller unserer Mitarbeiter. Durch die stabilisierte Finanzierung rückt nun in den kommenden Jahren wieder das kreative Schaffen in den Vordergrund.“ Ein nächster Meilenstein sei es nun, die Sanierung des Theaters voranzutreiben, so Flick.
Auch Theater-Urgestein Wolfgang Bordel sagte, er blicke beruhigt in die Zukunft „seines“ Theaters – mit so einer großen kommunalen Gruppe hinter sich. Mit dieser Art von Rückendeckung sei das kleine „gallische Dorf“ in der großen Theaterlandschaft nicht totzukriegen.
Der Nordkurier – Nachrichten und Service aus unserer Heimat, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

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