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Steuerklassen

Steuerklassen

In Deutschland gibt es sechs Steuerklassen. Nur Ehepaare haben die Möglichkeit, die Steuerklasse zu wählen. Der Steuerabzug orientiert sich an der Einstufung.

Was ist eine Lohnsteuerklasse und welche Steuerklassen gibt es?

Deutsche Arbeitnehmer zahlen jeden Monat einen Steuervorschuss an das Finanzamt. Die Zahlung wird durch den Arbeitgeber angewiesen. Der Arbeitnehmer bekommt das Geld gar nicht in die Hand. Seiner Lohn- oder Gehaltsabrechnung kann er entnehmen, wie viele Steuern er abgeführt hat. Die Höhe der Lohnsteuer ist von dem Verdienst und von der Lohnsteuerklasse des Arbeitnehmers abhängig. In einigen Lohnsteuerklassen gibt es Freibeträge. Diese sind vom Gesetz festgelegt und werden beim Lohnabzug berücksichtigt.
Insgesamt werden sechs Lohnsteuerklassen unterschieden. Die Steuerklassen werden mit römischen Ziffern bezeichnet. Die Steuerklasse ist auf der Lohn- oder Gehaltsabrechnung aufgeführt. Der Arbeitgeber hat mit der Einstufung jedoch nichts zu tun. Er übernimmt lediglich die Angaben vom Finanzamt. Aus diesem Grund ist das Finanzamt der Ansprechpartner, wenn es um die Zahlung der Lohnsteuer oder um die Einstufung in einer Lohnsteuerklasse geht.

Wie erfolgt die Einstufung in einer Steuerklasse?

Die Einstufung in eine Steuerklasse erfolgt anhand der familiären Situation. Es gibt Steuerklassen für Ehepaare, für Alleinstehende und für Singles. In diese Gruppe fallen auch Arbeitnehmer, die geschieden oder verwitwet sind. Ehegatten können die Steuerklasse wählen. Alle anderen Arbeitnehmer können nur in einer Lohnsteuerklasse eingestuft werden.

Die Lohnsteuerklassen sind wie folgt definiert:

Klasse I

gilt für alle Arbeitnehmer, die ledig, verwitwet oder geschieden sind

Klasse II

gilt für alle Einkommensbezieher, die ein minderjähriges Kind allein erziehen

Steuerklassen III, IV und V

gilt für alle verheirateten Einkommensbezieher
Die Ehegatten können beide die Klasse IV wählen. Alternativ entscheidet sich ein Ehepartner für die III und der andere für die V. Dabei ist es wichtig, dass der Ehepartner mit dem höheren Einkommen die III wählt, während der andere Partner in der V eingestuft wird. Die V ist auch für Ehepartner die richtige Einstufung, die keiner Beschäftigung nachgehen.

Steuerklasse VI

gilt für Einkommensbezieher, die einen steuerpflichtigen Zweitjob ausüben

Was sind Freibeträge und wie werden sie gewährt?

Jeder Einkommensbezieher in Deutschland hat einen Grundfreibetrag. Dieser ist steuerfrei und dient der Grundsicherung. Weitere Freibeträge kann der Steuerpflichtige individuell geltend machen. Dabei kann es sich beispielsweise um Fahrtkosten zur Arbeit handeln.
In den Lohnsteuerklassen I, II und IV wird der Grundfreibetrag für den Steuerpflichtigen automatisch berücksichtigt. In der Lohnsteuerklasse III wird der doppelte Grundfreibetrag berücksichtigt. Ehegatten der Klasse IV haben keinen Grundfreibetrag, weil dieser an die Klasse III, also an den Ehepartner, übertragen wurde. In der Klasse VI gibt es keine Freibeträge, weil diese bereits in den anderen Klassen gewährt wurden.

Das ist eine Steuererklärung?

Die Steuererklärung bietet Arbeitnehmern, aber auch Selbstständigen und Freiberuflern die Möglichkeit, zu viel gezahlte Steuern zurückzufordern. Dies ist möglich, indem Ausgaben, die unmittelbar mit der beruflichen Tätigkeit in Zusammenhang stehen, geltend gemacht werden. Diese Ausgaben werden in der Steuererklärung als Werbungskosten bezeichnet. Das steuerpflichtige Einkommen mindert sich um die Werbungskosten und reduziert so die Steuerlast. Zu viel gezahlte Lohnsteuer wird vom Finanzamt erstattet oder mit anderen offenen Forderungen verrechnet.