Unternhemensfinanzierung

Der Ministerrat der Europäischen Union (ECOFIN) ebnet den Weg für mehr Steuertransparenz und die Aufdeckung von Steuervermeidungs-Strategien

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

(BFP) Bereits vor dem G20-Gipfel gibt es eine Einigung der EU-Finanzminister über einen der 15 OECD Aktionspunkte. Finanzminister Stephan Toscani: „Aggressive Steuervermeidungsstrategien multinationaler Unternehmen und unfaire Regelungen in einzelnen Staaten werden künftig deutlich erschwert. Gewinne, die in Deutschland erwirtschaftet werden, müssen auch in Deutschland versteuert werden. Dies gilt für kleine und mittlere deutsche Unternehmen, wie für multinationale Konzerne.“
 
Auf Vorschlag der EU-Kommission wurde von den Mitgliedsstaaten das Transparenzpaket einstimmig beschlossen. Im Mittelpunkt steht die Ausweitung des automatischen Informationsaustauschs zwischen den Mitgliedsstaaten über Steuervorbescheide im Bereich der Besteuerung multinationaler Konzerne. Erste Informationen könnten voraussichtlich bereits in 2017 ausgetauscht werden.

Minister Stephan Toscani: „Mit dem geplanten automatischen Informationsaustausch werden die Mitgliedstaaten zukünftig in die Lage versetzt, bestimmte Formen missbräuchlicher Steuergestaltung schneller festzustellen. Absprachen, die der Steuervermeidung dienen, werden erschwert und insgesamt ein fairer Steuerwettbewerb begünstigt. Es darf zukünftig nicht mehr möglich sein, dass andere Staaten in Europa Steuervermeidungsmodelle durch verbindliche Absprachen billigen und/oder sogar begünstigen. International tätige Unternehmen, die ihre Steuern nicht am Ort der Wertschöpfung zahlen, schaden der Gemeinschaft, der sie notwendige Mittel zum Beispiel für Bildung und Infrastruktur entziehen. Denn sie zahlen dann nur wenig oder gar keine Steuern in dem Land, in dem sie von der Infrastruktur, den gut ausgebildeten Arbeitskräften und der Konsumbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger profitieren. Das führt zu einem Gefühl der Ungerechtigkeit.  Denn diese Konzerne verschaffen sich deutliche Wettbewerbsvorteile gegenüber kleinen und mittleren deutschen Unternehmen, die solche internationalen Verlagerungsmöglichkeiten nicht haben. Grundsätzlich steht für mich fest: Gewinne, die in Deutschland erwirtschaftet werden, müssen auch in Deutschland versteuert werden.“

Medienkontakt
Dr. Stienke Kalbfuss
Pressesprecherin
Telefon: (0681) 501-1602
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: http://www.saarland.de
Twitter: http://twitter.com/saarland_de
Facebook: http://de-de.facebook.com/saarland.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesFinanzPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.