Unternhemensfinanzierung

Astrid Schramm: Arbeitgeber an Beitrags-Steigerung beteiligen, Kosten begrenzen, Bürgerversicherung einführen

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(BFP) Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag fordert angesichts wieder steigender Krankenkassen-Beiträge eine Deckelung der Arzneimittel-Preise, eine Begrenzung der Steigerung der Arztkosten sowie eine gerechte paritätische Finanzierung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die gesundheitspolitische Sprecherin und Landesvorsitzende der Saar-Linken, Astrid Schramm, erklärt: „Ein gesetzlich versicherter Arbeitnehmer zahlt im nächsten Jahr im Schnitt rund 260 Euro mehr Krankenversicherungs-Beiträge als sein Arbeitgeber. Das ist ungerecht und muss geändert werden. Dass die SPD nun auch fordert, die Arbeitgeber wieder ebenso an den höheren Kosten zu beteiligen, ist ein Fortschritt, schließlich haben wir auch ihr die aktuelle Regelung zu verdanken. Wichtig ist aber auch eine Begrenzung der Kostensteigerungen.  Vor allem die Arzneimittelpreise müssen stärker reguliert werden.“

Schramm verweist auf den Spitzenverband der Krankenkassen, demzufolge es allein im Vergleich der beiden ersten Halbjahre 2014 und 2015 einen Kostenanstieg von 900 Millionen Euro gegeben hat. „Dass die Pharmaunternehmen im ersten Jahr nach der Einführung die Preise für neue Arzneimittel völlig frei gestalten könnten ist ein Unding. Die Zeche dafür müssen die Versicherten zahlen." Ebenso wie für die Arztkosten, die seit dem Jahr 2010 um 5,8 Milliarden Euro gestiegen sind. „Ärzte leisten eine wichtige Arbeit und sollen dafür gut bezahlt werden. Aber es darf nicht sein, dass ihr monatliches Einkommen stets stärker steigt als das Einkommen derjenigen, die sie finanzieren. Nötig ist zudem eine solidarische Bürgerversicherung in die wirklich jeder einzahlt, dann müssten die Beiträge für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch nicht ansteigen“, so Schramm abschließend.

Martin Sommer
Stellvertretender Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE im Landtag des Saarlandes
Franz-Josef-Röder-Str. 7
66119 Saarbrücken
Tel.: (0681) 5002-410
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