Unternehmensfinanzierung im Vergleich

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Unternehmensfinanzierung im Vergleich Bild von Paul Brennan auf Pixabay

Unternehmen können sich auf vielfältige Art und Weise neues Kapital beschaffen. Eine Möglichkeit ist die Fremdfinanzierung von außen, also die sogenannte Kreditfinanzierung. Hier bieten Kreditinstitute unterschiedliche Optionen an, die im folgenden erläutert werden sollen.

Welche Laufzeiten gibt es bei der Kreditfinanzierung?

Die einzelnen Arten der Kreditfinanzierung unterscheiden sich nach einigen wenigen Kriterien. So gibt es zum Beispiel kurzfristige Kredite, die eine Laufzeit von maximal einem Jahr haben. Mittelfristige Kredite haben eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Langfristige Kredite haben eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Je nach Finanzbedarf und je nach Möglichkeit der Rückzahlung kann ein Unternehmen also auf dieser Basis entscheiden. Je mehr Geld aufgenommen wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um langfristige Kredite handelt.

Welche generellen Darlehen gibt es?

Bei der Unternehmensfinanzierung kommen Annuitätendarlehen, Abzahlungsdarlehen oder Festdarlehen in Frage. Banken gewähren Ihrerseits häufig bereits Kontokorrentkredite oder Lombardkredite. Zu guter Letzt gibt es Kredite in Form von Leasing oder Avalkredite, die jedoch hauptsächlich im Exportgeschäft vorkommen. Auch Anleihen spielen eine Rolle, diese sind jedoch hauptsächlich für Großkonzerne oder ganze Staaten relevant, weshalb sie hier außen vor gelassen werden.

Die Kreditformen im Einzelnen

Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die Rückzahlungsrate über den gesamten Zeitraum der Abzahlung gleich. Tilgung und Zinssatz sind darin berücksichtigt. Für das Unternehmen ändert sich also nichts an der Höhe der Rate.

Das Abzahlungsdarlehen hingegen weist am Anfang eine höhere Rate auf, die sich zum Ende hin immer weiter verringert. Für ein Unternehmen heißt dies, dass die ersten Raten sehr hoch sind. Die letzten Raten hingegen sind geringer.

Ein Festdarlehen funktioniert nach einem anderen Prinzip. Hier erfolgt die Tilgung in einer einzigen Summe am Laufzeitende. Bis dahin werden lediglich Zinsen gezahlt. Der Vorteil dieses Darlehens ist, dass die Belastung über die Laufzeit sehr gering ist. Am Ende muss dann jedoch auch der Betrag bereit stehen, der zurückgezahlt werden soll.

Kontokorrentkredite sind im privaten Bereich bekannt als Dispo-Kredite. Für Unternehmen eignen sich diese Kredite nur, um kurzfristige Zahlungsschwierigkeiten zu überwinden. Der Kontokorrentkredit ist, vereinfacht gesagt, der Überziehungskredit des Kontos.

Bei einem Lombardkredit handelt es sich um die Verpfändung von Wertpapieren gegen Geld. Das heißt aber auch, dass das Unternehmen Wertpapiere ausgeben muss. Diese dienen dann als Sicherheit für den Kreditgeber.

Leasing ist eine besondere Form des Kredits, bei dem ein Unternehmen ein Objekt zu einem monatlichen Preis mietet und nach Laufzeitende die Chance hat dieses Objekt zu kaufen.

Welche Kreditformen eignen sich für welchen Fall?

Es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage. Das Annuitätendarlehen oder das Abzahlungsdarlehen sind sicher die geläufigsten Formen der Kreditfinanzierung. Danach folgt das Leasing, welches jedoch im Endeffekt einen hohen Effektivzins hat. Lombardkredite sind interessant für AGs, während jedes Unternehmen über einen Kontokorrentkredit verfügen kann, dieser jedoch auch sehr teuer ist.

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