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Gute Nachrichten für Hundebesitzer / Gassi gehen als steuerbegünstigte haushaltsnahe Dienstleistung in Hessen anerkannt

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Gute Nachrichten für Hundebesitzer / Gassi gehen als steuerbegünstigte haushaltsnahe Dienstleistung in Hessen anerkannt pixabay.com
(BFP) Das Finanzgericht Hessen hat aktuell entschieden, dass Betreuungskosten für eines der Lieblingshaustiere der Deutschen, also für einen Hund, steuerlich als haushaltsnahe Dienstleistungen anerkannt werden können, auch wenn diese teilweise außerhalb des Haushaltes stattfinden (Aktenzeichen: 12 K 902/16). Wie Dr. Andreas Zönnchen, Präsident des Steuerberaterverbandes Sachsen informiert, wurden „die bisher anerkannten Betreuungsleistungen für Tiere im Haushalt durch das Urteil aus Hessen auf das ,Gassi gehen’ mit dem Hund ausgedehnt, obwohl dieses nicht im Haushalt stattfindet.“ Entscheidend sei laut Finanzgericht, dass es sich um eine Dienstleistung handelt, die auch von einem Familienmitglied erbracht werden könnte und es sich um ein haushaltszugehöriges Tier handelt.

Somit wurde die Haustierbetreuung laut Steuerberaterverband im Haushalt oder beim Ausführen unter folgenden Voraussetzungen steuerlich anerkannt:

1. Vorlage einer ordnungsgemäßen Rechnung
2. Überweisung per Bank, Kreditkarte oder PayPal, keine Barzahlung
3. Vorlage des Kontoauszuges in Kopie
4. Anerkannt werden die Kosten für Ausführen, Fellpflege, Reinigung, nicht aber Kosten für Material oder Futter
5. Begrenzung auf einen jährlichen Betrag von 20 % aus maximal 20.000 €. Von der Einkommensteuer sind also bis zu 4.000 € abziehbar.

Ganz unproblematisch ist die Entscheidung des Finanzgerichts Hessen nicht, da sie von der bisherigen Rechtsprechung abweicht. Deshalb ist der Streit noch nicht endgültig beendet, sondern in der nächsten Instanz beim Bundesfinanzhof (BFH) anhängig (Aktenzeichen: VI B 25/17). Für die Anerkennung einer haushaltsnahen Betreuung mit "Gassi gehen" als steuerbegünstigte Dienstleistung durch den BFH bestehen aus Sicht der Experten gute Chancen. Ob das auch für das reine "Gassi gehen" ohne weitere Betreuung im Haushalt des Auftraggebers gilt, lässt sich derzeit nicht einschätzen. Vorsorglich sollten aber auch diese Kosten unter Berufung auf das anhängige Verfahren geltend gemacht werden.

Quelle: Steuerberaterverband Sachsen e.V.

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