Inklusion funktioniert nicht zum Nulltarif

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Inklusion funktioniert nicht zum Nulltarif Ines Strehlau - sh-gruene-fraktion.de
(BFP) Zum veröffentlichten Bericht des Landesrechnungshofs „Inklusion an Schulen“ sagt die schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau: Alleine die Tatsache, dass der Landesrechnungshof dem Thema „Inklusion an Schulen“ einen Sonderbericht widmet, verdeutlicht die Trendwende, die wir bei der Inklusion in der vergangenen Legislaturperiode eingeleitet haben: Inklusion funktioniert eben nicht zum Nulltarif, sondern die Schulen müssen bei der Inklusion kräftig unterstützt werden. Die Verankerung der Themen Heterogenität und Inklusion in den Curricula aller Lehramtsstudiengänge, die Aufstockung der Studienplätze im Bereich Sonderpädagogik an der Europa-Universität Flensburg, die Schaffung von zusätzlichen Stellen für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und die Einstellung von zusätzlichen Sonderpädagogen – der Bericht zeigt auch, dass wir bereits einen signifikanten Schritt gemacht haben, um die Inklusion qualitativ zu verbessern.

Klar ist aber auch, dass wir in dieser Legislaturperiode noch weitere Schritte machen müssen. Sowohl das Klemm-Gutachten als auch der Bericht des Landesrechnungshofs weisen darauf hin, dass wir hier immer noch Luft nach oben haben. Mit dem Haushalt 2018 werden wir deshalb als ersten Schritt 70 zusätzliche Stellen für Sonderpädagog*innen einstellen und 75 zusätzliche Stellen für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst schaffen.

Obwohl der Neuigkeitsgehalts des Berichtes insgesamt überschaubar bleibt, finde ich einen Aspekt besonders spannend: Der Landesrechnungshof empfiehlt, einen Modellversuch zur Poolbildung zu machen. Wir Grüne fordern schon lange, die Unterstützungssysteme nach dem Lübecker-Modell zu verzahnen.

Quelle: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag

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