Kalkulator aktualisiert / Immobilienpreise 2015 weiter gestiegen

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Kalkulator aktualisiert / Immobilienpreise 2015 weiter gestiegen Tarek Al Wazir - wirtschaft.hessen.de - HMWEVL
(BFP) Bei leicht rückläufigem Verkaufsvolumen steigen die Immobilienpreise im Süden Hessens weiter an und stagnieren im Norden. Dies geht aus der heute vorgelegten Trendmeldung der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH) hervor. Nach ersten Hochrechnungen haben im Jahr 2015 landesweit rund 61.000 bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Eigentumswohnungen ihre Eigentümer gewechselt (2014: 63.796 Kaufverträge).

„Der Druck auf den Immobilienmarkt ist in weiten Teilen Hessens weiter ungebrochen“, kommentierte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. „Ein wesentlicher Grund für die hohe Nachfrage nach werthaltigen Immobilien in den Ballungsräumen dürften die historisch niedrigen Kapitalmarkt- und Hypothekenzinsen sein.“

Häuser und Wohnungen bis zu 7 Prozent teurer

Die meisten Transaktionen sowie die höchsten Grundstücks- und Immobilienpreise registrierten die Gutachterausschüsse in der südlichen Landeshälfte. Wohnbaugrundstücke verteuerten sich dort seit 2010 von 270 auf 310 Euro pro Quadratmeter, freistehende Einfamilienhäuser von 259.000 auf 324.000 Euro, Eigentumswohnungen im Erstverkauf von 2.750 auf 3.700 Euro pro Quadratmeter. Damit lagen die jährlichen Preissteigerungen in den letzten 5 Jahren durchschnittlich bei ca. 3 Prozent für Bauplätze, 5 Prozent für Einfamilienhäuser und 7 Prozent für Neubau-Eigentumswohnungen.

In der nördlichen Landeshälfte stagnierten die Durchschnittspreise für Wohnbaugrundstücke im Fünfjahresvergleich bei 75 bis 80 Euro pro Quadratmeter. Freistehende Einfamilienhäuser verteuerten sich im Schnitt von 144.000 auf 158.000 Euro, neugebaute Eigentumswohnungen von 2.200 auf 2.500 Euro pro Quadratmeter. Mit 2 bzw. 3 Prozent pro Jahr legten Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen (Neubau) nur halb so stark zu wie im Süden.

Marktwert schätzen mit neuer Software-Version

Datenquelle der Trendmeldung sind die von den regionalen Gutachterausschüssen anhand der tatsächlich realisierten und notariell beurkundeten Kaufverträge anonymisiert erfassten Preise. Die hochgerechneten Durchschnittswerte werden im Laufe der kommenden Monate verifiziert und fließen in den Immobilienmarktbericht des Landes Hessen 2016 ein, der weitere Details enthält und im Frühsommer veröffentlicht wird.

Die aktualisierten Daten für Wohnimmobilien werden bereits bei der laufenden Fortschreibung des Immobilien-Preis-Kalkulators (IPK Hessen) berücksichtigt. Über den IPK können Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Kaufinteressierte individuelle Schätzungen einzelner Objekte per Knopfdruck erhalten. Damit leisten die Gutachterausschüsse einen wesentlichen Beitrag zur Transparenz des Immobilienmarkts. Das aktualisierte Online-Produkt steht den Nutzern ab Mitte Januar 2016 gebührenpflichtig zur Verfügung.

Über die Zentrale Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH)

Die ZGGH ist seit 2007 beim Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (HLBG) eingerichtet. Sie ist zentrale Ansprechstelle für Informationen über die Gesamtheit der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte. Sie kommt ihrer Aufgabe, Transparenz auf dem Immobilienmarkt zu schaffen, u.a. durch die Erstellung des Landesimmobilienmarktberichtes und des Immobilienpreiskalkulators, der Betreuung des Bodenrichtwertinformationssystems sowie der Ermittlung weiterer wertrelevanter Daten nach.

Quelle: wirtschaft.hessen.de

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