Finanzminister Dr. Schäfer informiert gemeinsam mit der Sparkasse Marburg-Biedenkopf über SEPA

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Finanzminister Dr. Schäfer informiert gemeinsam mit der Sparkasse Marburg-Biedenkopf über SEPA Thomas Schäfer - hmdf.hessen.de - Hessisches Ministerium der Finanzen
(BFP) Was ist SEPA eigentlich genau? Welche Veränderungen bringt das neue Zahlungsformat für Verbraucher mit sich? Inwiefern profitieren Bürgerinnen und Bürger überhaupt von dem neuen europäischen Zahlungsverkehr? Diese und weitere Fragen zu SEPA (Single Euro Payments Area) hat Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute im Rahmen seines Besuchs bei der Hauptfiliale der Sparkasse Marburg-Biedenkopf gemeinsam mit Sparkassen-Vorstand Andreas Bartsch und weiteren Experten den Kundinnen und Kunden beantwortet.

Einige Verbraucher sind immer noch unsicher

„Es gibt nach wie vor einige Verbraucherinnen und Verbraucher, die noch nicht sehr vertraut mit dem neuen Format sind. Klar ist aber: Ab dem 1. Februar werden Kontonummer und Bankleitzahl endgültig durch das neue Format mit IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Business Identifier Code) abgelöst. Die Banken stellen ab dann ihre Umrechnungsleistungen ein, die bisher noch übergangsweise die Verwendung des alten Formats ermöglichten“, erklärte der Finanzminister. Die Angleichung des Zahlungsverkehrs bringe Vorteile für die Verbraucher, da grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes zukünftig einfacher werden. „SEPA ist ein wichtiger Schritt hin zu einem echten gemeinsamen europäischen Binnenmarkt. Insgesamt 34 Länder führen das neue Format ein: 28 EU-Staaten, die Länder Island, Liechtenstein und Norwegen sowie die Schweiz, Monaco und San Marino“, erläuterte Schäfer. Das neue Format gilt für Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen.

Andreas Bartsch, der Vorstandvorsitzende der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, betonte: „Wir als Sparkasse Marburg-Biedenkopf haben unsere Kunden in den letzten Monaten auf verschiedenen Wegen über die Umstellung informiert und auch ganz konkret unterstützt. Für Vereine und Unternehmen haben wir zum Beispiel schon im vorigen Jahr mehrere Informationsveranstaltungen durchgeführt, die gut angekommen sind. Unsere Mitarbeiter stehen Kunden natürlich gerne auch weiterhin für Fragen zur Verfügung. Wir glauben, dass unsere Kunden gut vorbereitet sind und erwarten keine größeren Schwierigkeiten.“

Landesregierung hat sich für eine verbraucherfreundliche Umstellung eingesetzt

Institutionelle Bankkunden wie Unternehmen, Vereine und öffentliche Verwaltungen hatten ihren Zahlungsverkehr bereits zum 1. August 2014 auf das neue SEPA-Verfahren umgestellt. „Die Hessische Landesregierung hat sich konsequent dafür eingesetzt, dass die Umstellung zu SEPA sowohl für Institutionen als auch für die Verbraucher mit möglichst wenig Aufwand verbunden ist“, betonte Schäfer. Deshalb habe er auf der Bundesebene von Anfang an dafür geworben, den Verbrauchern mehr Zeit zu geben, um sich mit dem neuen Verfahren im Zahlungsverkehr nach und nach vertraut machen zu können. „Dadurch konnten sich die Verbraucher allmählich an den Umgang mit der IBAN gewöhnen. Der BIC ist ab sofort nur noch bei Zahlungen in Länder außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes – also beispielsweise der Schweiz – erforderlich“, sagte der Finanzminister.

Die von der EU-Kommission angestoßene Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs sei ein weiterer Meilenstein hin zu einem gemeinsamen europäischen Binnenmarkt, so der Minister. Die Einführung einheitlicher Überweisungs- und Lastschriftstandards in der EU sei ferner ein logischer nächster Schritt nach der Einführung des Euro. „Für die Bankkunden bedeutet SEPA, dass innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden bargeldlosen Zahlungen hinsichtlich der Abwicklung und Kosten bestehen werden. Das ist ein Fortschritt für uns alle“, hob der Minister zum Abschluss hervor.

Quelle: hmdf.hessen.de

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