Parität bei den Beiträgen zur Krankenversicherung wiederherstellen – Fraktion DIE LINKE fordert Unterstützung der Bundesratsinitiative

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Parität bei den Beiträgen zur Krankenversicherung wiederherstellen – Fraktion DIE LINKE fordert Unterstützung der Bundesratsinitiative Peter Erlanson - linksfraktion-bremen.de - F. Scheffka
(BFP) Seit Anfang des Jahres 2016 müssen Millionen Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) tiefer in den Geldbeutel greifen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag stieg um 0,2 Prozentpunkte auf insgesamt 1,1 Prozentpunkte. 2011 wurde die Parität zwischen ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen ausgehebelt, Kostensteigerungen im Gesundheitswesen werden seitdem faktisch alleine von den Versicherten getragen. Das führt dazu, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieses Jahr rund 14 Milliarden Euro mehr in die GKV einzahlen werden als die Arbeitgeberseite. Vor diesem Hintergrund wurde von den Bundesländern Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Thüringen eine Bundesratsinitiative eingebracht, die die Parität bei der Finanzierung der GKV wiederherstellen soll.  

Peter Erlanson, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, dazu: „Dass die Arbeitgeberschaft sich vor vier Jahren aus der paritätischen Finanzierung des Gesundheitswesens herausziehen konnte, war und ist ein Skandal. Die Möglichkeit, diese politische Weichenstellung zu korrigieren, sollte jetzt unbedingt genutzt werden. Auf der Liste der Länder, die sich hinter eine Bundesratsinitiative zur Wiederherstellung der Parität stellen, ist Bremen noch nicht zu finden. Wir fordern den Senat deshalb mit einem Antrag dazu auf, sich ebenfalls dafür einzusetzen, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber und die Versicherten endlich wieder zu gleichen Teilen zur Gesundheitsversorgung beitragen. Die Unterstützung der Bundesratsinitiative ist dafür ein erster wichtiger Schritt. Die einseitige Belastung der Versicherten muss ein Ende haben!“

Quelle: linksfraktion-bremen.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesFinanzPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.