LINKE fordert: Im Haushalt beschlossene Stellen sofort an Schulen zuweisen

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
LINKE fordert: Im Haushalt beschlossene Stellen sofort an Schulen zuweisen Kristina Vogt - linksfraktion-bremen.de - DiG - Plus
(BFP) Auf der Sitzung der Deputation für Kinder und Bildung verkündete Senatorin Bogedan überraschend eine Verzögerung bei der Umsetzung der Haushaltsbeschlüsse vom Dezember. Zugesagte Entlastungsstunden für Schulen in sozialen Brennpunkten sollen erst zum 01. August 2018 gewährt werden. Im Haushalt sind für diese Maßnahmen insgesamt 19,6 zusätzliche Stellen für die Stadtgemeinde Bremen und 4,9 weitere Stellen für Bremerhaven eingestellt. Noch am 7. Dezember hatte der Senat in der Bürgerschaft versprochen, dass diese Stellen schon zum 01. Februar 2018 zur Verfügung stehen werden. Kristina Vogt, Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert diese Verzögerung: „Im Bildungsbereich werde alles besser, dies sei der Schwerpunkt im Haushalt, so versprach es der Senat noch im Dezember. Zwei Wochen im neuen Jahr und schon ist dieses Versprechen gebrochen, zugesagte Stellen gibt es nicht, die Schulen werden auf August vertröstet. Dabei werden die Entlastungen so dringend gebraucht. Wir haben Schulen, an denen die Arbeitsbelastung in den letzten Jahren massiv gestiegen ist. Inklusion, Zuwanderung und schwierige Elternhäuser machen bei immer mehr Kindern eine intensive Einzelbetreuung notwendig. Dies ist im Rahmen der herkömmlichen Unterrichtsstunden nicht zu leisten. Der Senat hatte mit einer gezielten Entlastung an besonders geforderten Schulen eine richtige Idee aufgegriffen und es ist bitter, dass diese nun nicht unverzüglich umgesetzt wird. Das ist das falsche Signal für Lehrkräfte, die seit Jahren an der Grenze der Belastbarkeit operieren und die seit Monaten mit der Entlastung rechnen durften.“

Vogt fordert, dass der Senat noch schnell zum kommenden Schulhalbjahr am 01. Februar handeln muss: „Die zusätzlichen Referendarinnen und Referendare führen dazu, dass wieder etwas Luft im System Schule ist. Die Gewährung der Entlastung wäre also möglich. Der Haushalt ist beschlossen, am mangelnden Geld kann es daher auch nicht liegen. Wir erwarten von der Senatorin, dass sie jetzt die im Haushalt veranschlagten Mittel ausgibt. Sie muss schnellstmöglich Kriterien vorlegen, nach denen die Stellen an die Schulen verteilt werden und dann das Personal zuweisen. Diese Kriterien wurden in der Deputation bereits im September zugesagt. Jedes weitere Warten verschlechtert die Situation an den betroffenen Schulen nur noch mehr. Das muss nicht sein!“

Quelle: Fraktion DIE LINKE. in der Bremischen Bürgerschaft

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesFinanzPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.