Finanzminister Görke: Entscheidung für ein starkes Finanzamt im Osten des Landes hat sich bewährt / Erfahrungen nach der Zusammenlegung der Finanzämter Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde 2015

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Finanzminister Görke: Entscheidung für ein starkes Finanzamt im Osten des Landes hat sich bewährt / Erfahrungen nach der Zusammenlegung der Finanzämter Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde 2015 Christian Görke - mdf.brandenburg.de - Johanna Bergmann
(BFP) Die Zusammenlegung der ehemaligen Finanzämter Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde im Jahr 2015 am Standort Frankfurt – ergänzt um eine Service- und Informationsstelle in Fürstenwalde – hat sich bewährt. Dieses Fazit hat heute Brandenburgs Finanzminister Christian Görke bei seinem Besuch im Finanzamt Frankfurt (Oder) gezogen. Dabei informierte er sich insbesondere über die Erfahrungen nach der Zusammenlegung der beiden zuvor selbstständigen Behörden. Ziel des zusammengelegten, größeren Finanzamtes war es, angesichts einer sinkenden Zahl von Steuerfällen und in der Folge einer abnehmenden Beschäftigtenzahl langfristig ein arbeitsfähiges Finanzamt in der Region zu erhalten. „Dies wird“, so betonte heute der Minister, „auch im Zuge der Verwaltungsstrukturreform so bleiben.“ Mit der Ansiedlung der großen Behörde mit mehr als 300 Beschäftigten sei das Oberzentrum Frankfurt (Oder) deutlich gestärkt worden.

Finanzminister Görke: „Für viele Kolleginnen und Kollegen – sowohl in Frankfurt als auch in Fürstenwalde – war diese Zusammenlegung mit Veränderungen verbunden. Deshalb ist es erfreulich, dass sich nach den mit einer Fusion einhergehenden Umstellungen heute neue, leistungsfähigere Strukturen gebildet haben.“ In einem größeren Finanzamt, wie es in Frankfurt (Oder) gebildet worden sei, könnte das Personal viel flexibler eingesetzt werden. „Davon profitieren nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst, sondern auch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler“, unterstrich Görke. Der Minister würdigte in dem Zusammenhang den enormen Einsatz aller Beschäftigten, insbesondere der Vorsteherin des Finanzamtes Frankfurt (Oder), Gabriele Bosse, auf dem Weg zu einem leistungsstarken Finanzamt für die Region.

Nach Ansicht von Gabriele Bosse sei der Prozess des Zusammenwachsens gegenwärtig auch noch nicht abgeschlossen. „Aber wir sind schon gut vorangekommen“, so ihr Resümee. Zudem habe es sich bewährt, dass das neue, große Finanzamt von Beginn an eine Service- und Informationsstelle in Fürstenwalde eingerichtet hat. Diese ist auf einer landeseigenen Liegenschaft untergebracht und wurde, wie Gabriele Bosse betonte, von Beginn an gut angenommen. „Wöchentlich suchen durchschnittlich 140 Bürgerinnen und Bürger die vier Bearbeiterinnen und Bearbeiter in der Dr.-Goltz-Str. 14 in Fürstenwalde auf. Neben der Abgabe von Steuererklärungen geht es überwiegend um die Beantwortung von Fragen zur Rentenbesteuerung, der Änderung von Lohnsteuerklassen sowie der steuerlichen Anmeldung von gewerblichen Unternehmen“, berichtete die Vorsteherin. Darüber hinaus nutzen die Vertreterinnen und Vertreter der steuerberatenden Berufe diese Einrichtung für ihre Anliegen und Geschäftsvorgänge.

Das Finanzamt Frankfurt (Oder) ist mit seinen aktuell 304 Beschäftigten zuständig für die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder), den Landkreis Oder-Spree und ferner zentral zuständig im Land Brandenburg für die Verwaltung der Erbschaft- und Schenkungsteuer. In dieser Funktion werden hier jährlich etwa 32.000 Sterbefallanzeigen und 19.500 Schenkungsmitteilungen bearbeitet. Das Erbschaftsteueraufkommen lag im Land Brandenburg im Jahr 2016 bei 28 Millionen Euro. Dabei ist das Steueraufkommen dieser Ländersteuer bundesweit äußerst ungleich verteilt. In den fünf ostdeutschen Bundesländern kamen im zurückliegenden Jahr kaum mehr als 100 Millionen Euro zusammen, in den westdeutschen waren es 6,9 Milliarden Euro. Mit Blick auf die vom Bundesverfassungsgericht angemahnte Erbschaft- und Schenkungsteuerreform waren in den letzten Jahren erhebliche Vermögenswerte übertragen worden. Dies hat – nicht nur in Brandenburg – zu einem stetig wachsenden Erbschaftsteueraufkommen geführt. Über die Arbeitsabläufe und die aktuellen Entwicklungen kam der Minister auch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus diesem Bereich vor Ort ins Gespräch.

Quelle: mdf.brandenburg.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesFinanzPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.

BundesWirtschaftsPortal

Der Feed konnte nicht gefunden werden!