Finanzminister Christian Görke: Angermünde bleibt ein wichtiger Standort der Steuerverwaltung des Landes / Erweiterte Aufgaben, mehr Personal und erstmals wieder Ausbildungsplätze im Finanzamt Angermünde

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Finanzminister Christian Görke: Angermünde bleibt ein wichtiger Standort der Steuerverwaltung des Landes / Erweiterte Aufgaben, mehr Personal und erstmals wieder Ausbildungsplätze im Finanzamt Angermünde Christian Görke - mdf.brandenburg.de - Johanna Bergmann
(BFP) Der Finanzamtsstandort Angermünde wird dauerhaft gestärkt und bleibt als eigenständiges Finanzamt erhalten. Diese frohe Botschaft für die Beschäftigten und die Region verkündete Finanzminister Christian Görke heute bei seinem jährlichen Arbeitsbesuch im Finanzamt. „Wir haben unter dem Aspekt, die Steuerverwaltung des Landes effizienter zu gestalten und schlank aufzustellen, viele Varianten diskutiert, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Aber ganz bewusst haben wir eine Entscheidung getroffen, die den größten Mehrwert für das ganze Land mit sich bringt. Wir wollen mit dem Erhalt und dem Ausbau des Finanzamtes Angermünde die ganze Region stärken. Die Uckermark ist ein guter Verwaltungsstandort, die Stadt Angermünde ist für uns ein wichtiger Partner. Einen wesentlichen Ausschlag bei unserer Entscheidung gab die Tatsache, dass wir hier über sehr gut ausgebildete Fachkräfte verfügen, auf die wir auch künftig bauen wollen“, betonte Görke.

Die Aufgabe, die Steuerverwaltung des Landes unter die Lupe zu nehmen, ist durch demografische Faktoren bedingt. Jedes Finanzamt im Land muss eine bestimmte Größe haben, um als eigenständige Verwaltungseinheit funktionieren zu können. Aufgrund der sinkenden Bevölkerungszahl in der Region gingen die Fallzahlen, nicht nur im Finanzamt Angermünde, seit Jahren zurück. Die Dynamik des Rückgangs hat sich glücklicherweise nicht fortgesetzt. „Radikale Schnitte“, so Finanzminister Görke, „wie beispielsweise die Zusammenlegung des Finanzamtes Angermünde mit dem Finanzamt Eberswalde sind damit vom Tisch. Wir können nun auch sagen, dass wir mit den derzeit 14 Finanzämtern (mit TFA) in Brandenburg gut aufgestellt sind. Jetzt werden wir uns gemeinsam über neue Aufgaben und Herausforderungen verständigen, denn das Thema Digitalisierung macht auch vor dem Finanzamt nicht Halt. Aber wir wissen, dass unsere Beschäftigten auch in den vergangenen Jahren schon bewiesen haben, dass sie neue Aufgaben stemmen können. Und dafür möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herzlich bedanken, denn ohne sie, die für die Einnahmen unseres Landes Sorge tragen, würde das Gemeinwesen gar nicht funktionieren“, sagte der Finanzminister.

„Das Bekenntnis der Landesregierung zum Standort Angermünde ist kein bloßes Lippenbekenntnis“, unterstrich der Finanzminister. “Es ist mit konkreten Maßnahmen und neuen Herausforderungen untersetzt“, so Görke weiter. Sukzessive ist ab 2021 geplant, die Zuständigkeit für die Verwaltung der Grunderwerbsteuer vom Finanzamt Eberswalde auf das Finanzamt Angermünde zu übertragen. Mit der Verwaltung einer Landessteuer übernimmt das Finanzamt Angermünde dann eine weitere verantwortungsvolle Aufgabe. Zusätzlich wird im Finanzamt Angermünde eine landesweite Unterstützungsstelle für Sonderaufgaben eingerichtet. „Diese Sonderaufgaben stehen mit der Umsetzung der Grundsteuerreform bereits vor der Tür“, betonte Görke.

Aktuell arbeiten 122 Beschäftigte im Finanzamt Angermünde. Mit den neuen Aufgaben erhält das Finanzamt Angermünde auch die entsprechende Personalausstattung, so dass zukünftig wieder mehr Beschäftigte am Standort Angermünde ihrer Arbeit nachgehen können. „Es ist sehr gut, dass wir am Standort Angermünde wieder ausbilden“, erläuterte Reinhard Krüger, der Vorsteher des Finanzamtes Angermünde, „wir brauchen junges qualifiziertes Personal, das sich für die Finanzverwaltung begeistert und den Generationenwechsel mitgestaltet. Wir bieten damit nicht nur jungen Menschen aus der Uckermark eine attraktive Perspektive, sondern stärken die gesamte Region.“

Quelle: Ministerium der Finanzen Land Brandenburg

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