Baumaßnahmen, Nachwuchskräfte und Digitalisierung / Minister Görke besucht Finanzamt Strausberg

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Baumaßnahmen, Nachwuchskräfte und Digitalisierung / Minister Görke besucht Finanzamt Strausberg Christian Görke - mdf.brandenburg.de - Johanna Bergmann
(BFP) „Hier stimmt das Arbeitsumfeld und der zwischenmenschliche Umgang“, schilderte Finanzminister Christian Görke seine Eindrücke nach dem Arbeitsbesuch im Finanzamt Strausberg, „das sichert eine leistungsfähige Steuerverwaltung und tadellosen Service für die Bürgerinnen und Bürger“, so Görke weiter.
 
„Um die Arbeitsbedingungen attraktiv zu halten, werden wir in Strausberg weiter modernisieren“, sagte der Minister im Finanzamt Strausberg. Im Oktober 2018 sind wieder bauliche Maßnahmen angelaufen. Derzeit entsteht ein neuer barrierefreier Zugang für die Bürgerinnen und Bürger zur Service- und Informationsstelle (SIS). Die übrigen Bereiche des Finanzamtes sollen ab März 2019 zudem mit Sicherheitstüren ausgestattet werden und sind dann für den Publikumsverkehr grundsätzlich nicht mehr frei zugänglich. Bereits ab Ende Januar 2019 wird erstmals ein außenliegender Sonnenschutz angebracht. Nach den aktuellen Planungen sollen 102 Fenster des Finanzamtsgebäudes mit motorgesteuerten Außenjalousien nachgerüstet werden. „Das Gros soll bis zum Beginn der Sommerhitze geschafft sein“, erläuterte Jörg Rolfes, Vorsteher des Finanzamtes Strausberg. „Die Zusammenarbeit mit den Projektleitern des zuständigen Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen (BLB) läuft ausgesprochen gut. Durch die sorgfältige Abstimmung der Bauabläufe sind die Beeinträchtigungen des laufenden Betriebes bisher gering gewesen“, ergänzte Rolfes. „Wir investieren aktuell mehr als 300.000 Euro in die Verbesserung der Arbeitsbedingungen am Standort Strausberg“, betonte Christian Görke.

Attraktive Arbeitsbedingungen sind auch ein Schlüssel zur Gewinnung der dringend benötigten Nachwuchskräfte. Aktuell arbeiten im Finanzamt Strausberg 197 Beschäftigte mit einem Durchschnittsalter von knapp 45 Jahren. „Der Kampf um kluge Köpfe wird zusehends härter“, bestätigte Jörg Rolfes. „Wir versuchen unter anderem mit einem abwechslungsreichen und sicheren Job mit sehr guten Entwicklungsmöglichkeiten, flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit von Teilzeitarbeit zu punkten“, so Rolfes weiter. Aktuell nutzen gut 22 Prozent der Beschäftigten des Finanzamtes Strausberg die Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten. „Ein wichtiger Beitrag ist auch die Ausbildung von Nachwuchskräfte im eigenen Haus“, betonte Christian Görke und dankte dem Vorsteher und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren dazu geleisteten Beitrag. Geboten werden in der Finanzverwaltung eine zweijährige Ausbildung zur Finanzwirtin/zum Finanzwirt und ein dreijähriges Studium zur Diplom-Finanzswirtin/zum Diplomfinanzwirt (FH).

Eine große Herausforderung und damit auch ein weiteres zentrales Thema des Arbeitsbesuches war die zunehmende Digitalisierung der Steuerverwaltung. „Unterstützen Sie uns dabei und geben Sie Ihre Steuerklärung elektronisch ab“, rät der Finanzminister den Brandenburgerinnen und Brandenburgern. „Mein ELSTER“ ist der personalisierte, barrierefreie und plattformunabhängige Zugang zu den elektronischen Diensten der Steuerverwaltung. „Die ELSTER-Quote lag bei uns in 2018 bei über 70 Prozent. Es geben also bereits fast drei Viertel der Arbeitnehmer in Märkisch Oderland ihre Einkommensteuererklärung elektronisch ab“, fügte Jörg Rolfes hinzu.

Im letzten Jahr hatte sich in den Finanzämtern der Umgang mit Belegen geändert. Diese sind nur noch einzureichen, wenn das Finanzamt hierzu auffordert. Ab dem Steuerjahr 2018 gelten neue Regelungen zur Steuererklärungsfrist. Für Bürgerinnen und Bürger, die eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen und dabei keine fachliche Beratung von Vertretern steuerberatender Berufe in Anspruch nehmen, endet die Frist für die Abgabe ihrer Steuererklärungen für das Steuerjahr 2018 erst am 31. Juli 2019. Wer eine Steuerberaterin, einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein beauftragt, hat sogar bis Ende Februar 2020 Zeit. Aber Achtung – wird die Steuererklärung verspätet eingereicht, droht ein Zuschlag. Dieser orientiert sich an der Höhe der festgesetzten Steuer. Er beträgt mindestens 25 Euro für jeden angefangenen Monat der Verspätung.

Quelle: Ministerium der Finanzen Land Brandenburg

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